Berliner Platz – Osnabrück

Um den Berliner Platz soll ein lebendiges Dienstleistungsorientiertes Stadtquartier entstehen, welches im Zusammenhang mit dem neu gestalteten Neumarkt das Ost-West-Rückgrat der Stadt Osnabrück stärkt und einen einladenden Stadteingang im Osten der Stadt formuliert. Dazu werden drei, die Achse der Wittekindstraße umspielende, ineinandergreifende und räumlich zusammenhängende Bereiche städtebaulich formuliert:

Berliner Platz
Die bestehende Schnittstelle zwischen Wittekindstrasse und Ring wird durch eine Gruppe aus drei Hochpunkten als Orientierungspunkt im Stadtgefüge akzentuiert und so als Berliner Platz erkennbar.
Die Platzfläche des Berliner Platzes ist auf der Nord-Ostseite der Kreuzung angeordnet. Der Platz erhält so den Charakter eines belebten, menschlich dimensionierten Übergangs- und Durchgangsraums, der dem Gebäude der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) die erforderliche Präsenz gibt. Mit den neuen Nutzungen, wie einem Hotel und Dienstleistungen, stellt der Berliner Platz das räumliche und funktionale Bindeglied zwischen der Innenstadt im engeren Sinne und dem Wittekindquartier da.

Wittekindquartier
Das Wittekindquartier fungiert als ein durchlässiger Stadtbaustein mit Mischnutzung, der die heute getrennten Areale auf beiden Seiten der Wittekindstraße zusammenzieht. Dazu wird im Vorfeld des Hannoverschen Bahnhofs, als Herz des Quartiers, der Wittekindplatz, neu formuliert. Er wird als Shared Space ausgebildet, greift über die Wittekindstraße und bindet die beiden angrenzenden Teilgebiete so zusammen. Grüne Teilflächen kommunizieren über die Wittekindstraße hinweg mit einander.
Der Charakter des Quartiers wird wesentlich durch den Hannoverschen Bahnhof geprägt. Die Raumkanten öffnen sich zum Baudenkmal und verleihen dem Wittekindplatz einen Doppelcharakter, so dass er auch aus Richtung der Alte Poststraße als Stadteingang wirkt.

Stadtentree Wittekindplatz
Die Gestaltung und offene Dimensionierung des Wittekindplatz soll den stadteinwärts fahrenden, aus der Alten Poststraße kommenden Verkehrsteilnehmern ein deutliches und positives Signal des Auftakts der Kernstadt vermitteln. Der Hannoversche Bahnhof bildet mit dem baulichen Pendant des Parkhauses den torartigen Stadteingang.
Der Wittekindplatz stellt den mit einem hohen Giebeldach ausgestatteten Teil des Bahnhofs frei und ermöglicht eine Sichtachse bis zum Neumarkt. Der Stadteingang wird so zum östlichen Merkpunkt im Gesamtzusammenhang der bis zur Universität reichenden städtischen Ost-West-Raumsequenz.

 

Städtebauliches, verkehrs- und freiraumplanerisches Gutachterverfahren: Empfehlung
Auslober: Stadt Osnabrück
Team SMAQ: Sabine Müller, Andreas Quednau, Irene Frassoldati, Lorenzo Ciccu

mit Man Made Land (Landschaftsarchitektur), SHP (Verkehrsplanung), Adrian Calitz (Visualisierung)

Stadt
16/07/2015